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Theater, Theater – Der Vorhang geht auf
Dann wird die Bühne zur Welt...
Im August 2008 trafen sich in Güntersberge im Harz zehn Jugendtheatergruppen aus Sachsen-Anhalt, Thüringen,
NRW sowie aus Murmansk (Russische Föderation) und Kasan (Republik Tatarstan), um gemeinsam zu spielen und Spaß
zu haben. Mehr als 80 Jugendliche waren an dem Theaterprojekt des djo-Landesverbandes Sachsen-Anhalt beteiligt,
welches am 24. August feierlich von den Schirmherren Stefan Gebhardt (MdL, Die Linke) und Markus Kurze (MdL, CDU)
eröffnet wurde.
Die jungen Schauspieler zeigten an den Auftrittsorten im Harzer Bergtheater, Quedlinburg, Halberstadt
und Güntersberge, was sie in ihren Theatergruppen selbst erprobt haben. Die Bandbreite der Stücke reichte von
„Traumgeschichten“ bis hin zur „Göttlichen Komödie“. Begeisterten Applaus erhielt auch die Theatergruppe der Kleersgrundschule
aus Quedlinburg, die mit ihrem Stück „Unser ganz besonderer Regenbogenfisch“ und den mittanzenden Zuschauern die
Blasii-Kirche in Quedlinburg zum Beben brachte. Doch die Jugendtheatergruppen blieben nicht nur unter sich. In gemeinsamen
Workshops zu den Themen „Theater ohne Worte“, Improvisationstheater und Forumtheater setzten die Teilnehmer eigene Ideen oder
auch Alltagserfahrungen in Szene. Viele Themen drehten sich dabei um Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung.
Die Ergebnisse der Workshops wurden anschließend im Harzer Bergtheater sowie auf der Bühne im Kiez Güntersberge präsentiert.
Auch Politiker des Landtages wurden zu den Aufführungen eingeladen. Am letzten Vormittag des Theatertreffens wurde die
Relevanz der Kultur für die Jugendarbeit in einem Podium diskutiert, an welchem neben den Vertretern der Jugendarbeit,
die Landespolitiker Dr. Lydia Hüskens (FDP) und Hendrik Lange (Die Linke) sowie der Kulturamtsleiter der Stadt Thale,
Frank Hirschelmann, teilnahmen. Im Vorfeld hatten die Teilnehmenden in Kleingruppen ihre Forderungen an die Politik erarbeitet.
An erster Stelle stand dabei die stärkere finanzielle Förderung der Kulturarbeit, die leider in den vergangenen Jahren stark
eingeschränkt wurde. Zudem wurden die Probleme der Jugendlichen bei der Suche nach geeigneten Räumen für ihre Aktivitäten
besprochen. Der Forderungskatalog wurde im Anschluss an die Politiker übergeben, mit der Bitte, diesen in die kommunale und
landespolitische Ebene hineinzutragen. Auch wenn das nächste internationale Jugendtheatertreffen erst im Sommer 2010 stattfinden
wird, so bleiben wir im nächsten Jahr auf internationaler Ebene nicht tatenlos. Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation, dem
Jugendtheater in Murmansk, planen wir einen Jugendtheateraustausch ganz im Zeichen von „Des Kaisers neue Kleider“.
Was genau hinter diesen Ideen steht, werdet ihr im nächsten Pfeil erfahren.
Wer Interesse an Theater im winterlichen Norden Russlands hat, der kann sich auch schon jetzt unter info[at]djo-sachsen-anhalt.de melden. Gerne schicken wir euch dann nähere
Informationen zu. Abschließend bedanken wir uns bei den Referenten Franka Söll (Improvisationstheater), Dimitriy Ivanow
(Theater ohne Worte) und Nadine Tiedge (Forumtheater) für die interessanten und bereichernden Workshops während des
Theatertreffens sowie bei den Schirmherren Stephan Gebhardt und Markus Kurze für ihre Unterstützung.
Besonderer Dank gilt zudem der Stiftung für deutsch-russischen Jugendaustausch, dem Programm „Come in Contract“, dem Land Sachsen-Anhalt,
dem Lokalen Aktionsplan Harz, der Partei Die Linke sowie der Harzsparkasse, ohne deren finanzielle Unterstützung die Umsetzung
des Theaterprojektes nicht möglich gewesen wäre. Leider verging die Woche des Theatertreffens viel zu schnell und noch bevor
die Theatergruppen abreisten, war klar, dass wir mit den anderen Gruppen in Kontakt bleiben und arbeiten
wollen. Ideen für zukünftige gemeinsame Projekte wurden an den gemeinsamen Abenden schnell gefunden.
Susann Steinert
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